Wanderurlaub im Karwendel

Wandern mit Weitblick in der Silberregion Karwendel
Zwischen den schroffen Kalkmassiven des Karwendelgebirges und den bodenständigen Almdörfern der sanften Tuxer Alpen liegen Wanderern 400 Kilometer markierte „Best-of-Wanderwege“ Tirols zu Füßen.

Der Naturpark Karwendel ist mit 730 km² der größte Naturpark Österreichs. Dort leben 2.000 Tierarten, darunter Gämsen, Steinböcke und eine der bedeutendsten Steinadler-Population in den Alpen. Die über 100 idyllischen Almen und die vielen Kraftplätze locken große und kleine Naturentdecker ins Kalkmassiv. Einige Panoramawege sind sogar mit dem Kinderwagen locker zu schaffen. Als schönster Platz Tirols gilt das malerische Almdorf Eng mit dem Großen Ahornboden. Zu diesem Naturdenkmal mit über 2.000 Bergahornen organisiert ein Wanderführer jeden Mittwoch eine Ausflugs-Busfahrt. Nicht nur für Familien interessant ist der Themenweg über das Karwendel und die Engalm, auf dessen Stationen alles über die Entstehung des Ahornbodens, die Bewirtschaftung der Almen und die Käserei der Eng zu erfahren ist. Gleich drei Kraftplätze sind rund um Stans zu finden: die Wolfsklamm, das Kloster St. Georgenberg und die Stallenalm. Die Wolfsklamm mit ihren tosenden Wasserfällen lässt sich auf eigene Faust erkunden. Dieses geballte Stück Naturkraft mit seinem smaragdgrünen, tosenden Wasser und dem frischen Sprühnebel sollte man auf keinen Fall verpassen. Auf einem gesicherten Steig mit 354 Stufen und Holzbrücken geht es in etwa 1,5 Stunden hinauf bis zum Kloster St. Georgenberg, dem ältesten Wallfahrtsort Tirols und Ursprungskloster der Fiechter Benediktiner, das aus einer über 1.000 Jahre alten Einsiedelei entstand.

Almwanderungen für Ambitionierte
Etwas anspruchsvoller ist die geführte Tour auf die Stallenalm im Karwendelgebirge. Aber für die Lage der Alm inmitten steil aufragender Felswände und riesiger Schotterfelder lohnt sich die dreistündige Wanderung allemal. Auch die wunderschönen Naturplätze, Bergwiesen und Almdörfer in den Tuxer Alpen bringen Bergwanderer auf Touren: Der Sunnseitenweg führt an urigen Bergbauernhöfen vorbei und eröffnet einen überwältigenden Weitblick über das Inntal und das Karwendelgebirge. Das Kellerjoch (2.344 m) und der Gamsstein mit seiner einzigartigen Pflanzenvielfalt und den vielen kleinen Mooren zählen zu den Insider-Tipps für Panoramawanderer. Die Wanderausrüstung bestellt man am besten einfach von zu Hause über die Seite www.bergzeit.de Tipps für die Wanderungen vor Ort: Im kostenlosen Wanderführer sind die 41 schönsten Wanderrouten genau beschrieben.

Talwanderungen für Familien
Für Familien mit Kindern geeignete Wanderrouten liegen zwischen Vomp und Terfens. Ein echter Renner sind die kleinen Spaziergänge, bei denen die Kleinen im Gehen ihr Wissen ausbauen können. Für fast alle Wanderschuhgrößen ist der Terfenser Planetenweg geeignet: auf der gut einstündigen Tour durch den Talwald dreht sich alles um die Planeten der Milchstraße. Im Nachbarort Vomp führt der Klimaweg kleine Wanderer am sonnigen Vomperberg von Klimastufe zu Klimastufe. Am Hochpillberger Weg der Sinne regen Kunstwerke den Geist an – ebenso wie das Plätschern des Baches am Wegrand. Infos zu kinderwagentauglichen Familienwanderungen gibt es im Tourismusbüro der Silberregion Karwendel. Den kostenlosen Silberregion Karwendel Wanderpass sollte man auf jeden Fall immer im Rucksack haben. Bei jeder darin angeführten Hütte erhalten die Wanderer einen Stempel und eine gewisse Punkteanzahl. Ab 25 Punkten kann man sich im Tourismusbüro eine Überraschung abholen.

Geführte Wanderungen in der Silberregion Karwendel (bis 02.10.15)
Mo.: 10–14 Uhr: Geführte Wanderung in die Stallenalm – Fiecht
Di.: 10–16 Uhr: Geführte Wanderung zum Kellerjoch – Pillberg
Mi.: bis 17 Uhr: Ausflugsfahrt mit dem Bus zum Naturdenkmal „Großer Ahornboden“ – Weer
Do.: 10 Uhr: Geführte Wanderung über den Sunnseitenweg – Weerberg
Fr.: 10–15 Uhr: Geführte Wanderung nach Gamsstein – Hochpillberg

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wanderurlaub in der Wachau

Wunderbar wanderbare Wachau: 100 % Aktivurlaub im UNESCO-Weltkulturerbe
Wer rastet, der rostet bekanntlich – und so sehr einen die einzigartige Wachau auch zum süßen Nichtstun verführt, so gern zeigt die Landschaft im UNESCO-Weltkulturerbe auch ihr anderes Gesicht: die Wachau als unvergleichliches Gefilde für aktive und junggebliebene Menschen! So schlängelt sich etwa nicht nur ein Teil des berühmten Jakobswegs durch die Wachau, sondern auch der Welterbesteig, der erst vor zwei Jahren neu angelegt worden ist: Rund um die 100-%-Wachau-Betriebe in Weißenkirchen liegen Wanderern und Nordic Walkern damit 180 faszinierende Wanderkilometer sprichwörtlich zu Füßen. Dieser Höhenweg gewährt an vielen Stellen einen Feldherrnblick und verbindet die 13 Gemeinden des UNESCO-Weltkulturerbes Wachau mit 20 Burgen, Ruinen und Schlössern, drei Klöstern, den terrassenartig angelegten Weingärten und mit dem 960 m hohen Jauerling. Wer denkt dabei schon daran, dass der mächtigste Berg der Region nur allzu einladend ist für Mountainbiker, führt etwa die beliebte Weinsteigtour doch über mehr als 1.700 herausfordernde Höhenmeter und 38 Fahrkilometer rund um den Jauerling. Wer nicht ganz so kräftig in die Pedale treten will, findet auf beiden Seiten des Donauufers eine attraktive Alternative, zumal der Donauradweg von Passau über Wien nach Bratislava und Budapest gerade in der Wachau seinen größten Reiz auf passionierte Pedalritter ausübt. So lohnt sich ein Zwischenstopp in Weißenkirchen, nicht zuletzt wegen der 100-%-Wachau-Gutscheine, die flexibel und unkompliziert im Hotel Garni Donauhof, im Hotel-Weingasthof Donauwirt, im Hotel-Restaurant Kirchenwirt, im Gästehaus Heller oder im Restaurant Heinzle gegen Restaurant- oder Übernachtungsleistungen eingelöst werden können. Entscheidet man sich erst einmal dazu, etwas länger in Weißenkirchen zu bleiben, dann bieten die Betriebe von 100 % Wachau auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit geführten Segway-Touren, Ortsführungen, Kräuterwanderungen und mit kommentierten Weinverkostungen, Riedenwanderungen oder Kellerführungen bei Weißenkirchner Spitzenwinzern. Dabei ist die Wachau inzwischen so gut mit Bus, Bahn oder Schifffahrt erschlossen, dass ein Auto nicht mehr zwingend erforderlich ist, um die faszinierende Kulturlandschaft in voller Pracht erleben zu können. Die Wachaubahn lädt zu einer Reise mit dem „Panorama-Schienenbus“ ein und präsentiert sich als stressfreie und umweltfreundliche Alternative zum Auto, die zwischen Juni und Ende September zudem als Themenzug mit Weinverkostungen und Guides von Krems nach Emmersdorf tour-retour geführt wird. Weißenkirchen und seine 100-%-Wachau-Betriebe bieten sich geradezu als Ausgangsort für einen Wachau-Urlaub an, zumal Urlauber nicht nur in einem der vier Golfklubs (Maria Taferl, Ottenstein, St. Pölten und Lengenfeld) der Region auf glatten Grüns putten, sondern auch wegen der Anlegestelle Weißenkirchen mit den Brandner-Donauschiffen – als Gäste der 100-%-Wachau-Betriebe sogar ermäßigt – gemächlich auf der „schönen blauen Donau“ schippern können.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Urlaub Wandern in Ostbayern

„Kleine Bierwanderung“ durch das Naabtal im Oberpfälzer Wald
Auf der „Kleinen Bierwanderung“ durch das idyllische Naabtal im Oberpfälzer Wald gehen der landschaftliche und kulinarische Genuss Hand in Hand: Entlang der zwölf Kilometer langen Rundtour laden gemütliche Wirtshäuser und zwei Brauereien zur Einkehr ein. Ausgangspunkt der „Kleinen Bierwanderung“ ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul im schmucken Örtchen Wiefelsdorf. Sie zählt zu den Urkirchen des Bistums Regensburg und bildet mit dem denkmalgeschützten Pfarrhof ein bemerkenswertes Ensemble. Am Flussufer der Naab folgen die Wanderer dem Schwandorfer Panoramaweg (weiß-blaue Markierung), vorbei an einer Gruppe für die Region typischer Karpfenweiher. In der Ortschaft Büchelkuhn besteht erste Gelegenheit für einen kühlen Schluck, von dort aus weist ein oranges Quadrat auf weißem Grund den Bierwanderern den Weg nach Naabeck. Hier sollte man unbedingt erneut Rast einlegen, sich in der nahe gelegenen Wirtschaft ein echtes „Naabecker“ und eine vorbestellte Brotzeit schmecken lassen. Den kulturellen Hunger nach dem Wandern Oberpfalz stillt ein Besuch in der benachbarten Schlosskapelle und der im Renaissance-Stil gehaltenen Schlossbrauerei. Beim Weitergehen stößt man in einer markanten Kurve auf den alten Eiskeller der Brauerei; hier wurde früher das gebrochene Eis der Naab zur Kühlung des frisch gebrauten Bieres gelagert. Über den Ochsengraben geht es auf den bewaldeten Höhenrücken des Spielberg und zurück nach Wiefelsdorf, wo man die Wanderung im Biergarten des Brauereigasthofes bei einem Jura Weizen ausklingen lässt. Informationen: Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, Landkreis Schwandorf, Obertor 14, 92507 Nabburg, Tel. 09433/203810

Veröffentlicht unter Bayern | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Urlaub Wandern im Pillerseetal

Sommer und Wandern sind im Pilllerseetal seit jeher untrennbar miteinander verbunden. Von einfachen Spaziergängen rund um den Pillersee bis hin zu knackigen Gipfeltouren in den Loferer Steinbergen lässt das über 400 km lange, gut markierte Wanderwegenetz kaum Wünsche offen. Die drei Bergbahnen machen die ersten Höhenmeter vielfach zum puren Vergnügen und mehrere Themenwege versprechen interessante Bergerlebnisse für Groß und Klein.
Das einmalige Angebot ist auch dem Österreichischen Volkssportverband – kurz ÖVV – nicht entgangen, der das Pillerseetal kürzlich mit der Austragung der Wander-WM 2013 betraut hat. Von 19. bis 21. September wird St. Ulrich am Pillersee und damit die ganze Region PillerseeTal zum Zentrum für die Natur- und Wanderbegeisterten aus aller Welt.

Drei Tage lang stehen täglich drei verschiedene Wanderungen, zwischen 5 und 22 Kilometern Länge, zur Auswahl. Zum Abschluss gilt es noch eine Halbmarathon- oder Marathon-Distanz zu erwandern. Jeder Teilnehmer, der insgesamt drei Routen bewältigt, darf sich am Ende über den persönlichen Weltmeistertitel freuen.

„Wir haben uns in den letzten Jahren sehr für die IVV-Wanderungen in unserer Region stark gemacht. Das hat auch dem ÖVV imponiert und sicher mit den Ausschlag dafür gegeben, dass wir den Zuschlag für die heiß begehrte WM bekommen haben. Bereits jetzt laufen die Vorarbeiten für das Großereignis auf Hochtouren, schließlich gilt es für die rund 800 Teilnehmer geeignete und WM-würdige Strecken zu finden. Sowohl die Gemeinde St. Ulrich am Pillersee als auch der Tourismusverband stehen voll hinter der WM“, so Organisator Mario Horngacher.

Heuer findet die Wander-WM übrigens in Großarl statt. Das Pillerseetal wird ebenfalls vertreten sein: zum einen mit zahlreichen Teilnehmern aus der Region, zum anderen mit einem Präsentationsstand, um bereits Werbung für die WM 2013 zu machen.

Veröffentlicht unter Tirol | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Winter Wandern in Franken

Kuschelige Winter-Urlaubswoche
Bis 31. März 2012 ist die „WinterMeer-Woche“ im Wohlfühl-Heilbad Bad Staffelstein buchbar. Das Arrangement hat alle „Wunsch-Zutaten“ für eine kuschelige Winter-Urlaubswoche: Es kombiniert das gesunde Baden im wohlig warmen Meerwasser der Obermain Therme mit einer der schönsten Landschaften Frankens, die zu romantischen Winterspaziergängen einlädt. Danach lockt die luxuriöse Obermain Therme mit 16 Innen- und Außenbecken und preisgekröntem SaunaLand. Inbegriffen ist auch die Teilnahme am Aktiv-Programm der Obermain Therme. Die WinterMeer-Woche umfasst sieben Übernachtungen, Eintritte für das ThermenMeer der Obermain Therme plus Aktiv-Programm, einen Kurstadtführer sowie die Gästekarte mit vielen kostenlosen und ermäßigten Leistungen und ist ab 138,60 Euro/Person buchbar. Infos: Kur und Tourismus Service, Telefon 09575/3312-0

Winterspaß Schneeschuhwandern
Das Fichtelgebirge gilt als eines der schneesichersten Mittelgebirge Deutschlands und als intaktes Ökosystem. Eine der schönsten Arten, die verschneite Natur in den Höhenlagen des Fichtelgebirges zu entdecken, ist eine Schneeschuhwanderung mit einem ortskundigen Führer aus der Region. Die ökologisch geführten Touren sind so ausgelegt, dass die Lebensräume seltener Tierarten wie Luchs, Auerhahn und Schwarzspecht respektiert und dauerhaft geschützt werden. Auf ausgezeichneten Wegen, die Gebiete mit Auerwildbestand meiden, erklären die Führer Details über die Besonderheiten des Fichtelgebirges und seine Bedeutung für das in seiner natürlichen Existenz bedrohte Auerwild. Schneeschuhwanderungen gibt es in Bischofsgrün und andern bekannten Wintersportorten des Fichtelgebirges wie Fichtelberg, Mehlmeisel und Tröstau. Attraktive Pakete für den Winterzauber im Fichtelgebirge werden beispielsweise vom Gasthof Deutscher Adler und vom Kurhotel Puchtler in Bischofsgrün angeboten: Fünf Übernachtungen mit Halbpension, einer Wohlfühl-Rückenmassage, Schneeschuhausrüstung, geführter Schneeschuhwanderung oder Eintritt für die Kristall-Radon-Therme sind pro Person ab 209 Euro im Zeitraum 8. Januar bis 30. März 2012 buchbar. Infos/Buchung: Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Telefon 09272/96903-0

Mit dem Rhön-Yeti die Natur erkunden
Verschneite Landschaften, eisblauer Himmel und entspannte Stille: Der Winter in der Rhön ist etwas Besonderes. Im Rhön Park Hotel in Hausen-Roth erleben Gäste den Winterzauber hautnah. Das familienfreundliche Urlaubs- und Wellnessresort liegt mitten im Biosphärenreservat Rhön. Skilifte, Loipen und Rodelpisten befinden sich in nächster Nähe. Seit dieser Saison bietet das Aktiv-Resort auch Schneeschuhwanderungen in Zusammenarbeit mit „Rhön-Yeti“ André Schmitt an. An der Schnuppertour „Schneeschuhlaufen zum Kennenlernen“ können acht bis 30 Personen teilnehmen. Sie führt durch einfaches Gelände und dauert etwa 1,5 bis zwei Stunden, Einweisung inklusive. Der Spaß steht bei dieser Tour im Vordergrund. Die Touren finden überwiegend am Wochenende statt, vom 25. Dezember 2011 bis zum 6. Januar 2012 sind sie täglich möglich. Die Tour kostet 25 Euro pro Teilnehmer. Wer das Schneeschuhwandern intensiver erleben möchte, bucht ein ganzes Wochenende mit zwei Schneeschuhtouren und Halbpension im Rhön Park Hotel sowie einem Abend mit Rhöner Live-Musik und Hüttengaudi

Veröffentlicht unter Bayern | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wandern Urlaub in Osttirol im Winter

Geführte Touren bei einer Osttirol Reise durch die weißen Weiten des Nationalparks Hohe Tauern.
„Anfangs hat man uns ausgelacht“, erinnert sich Andreas Angermann. Als die Ranger im Nationalpark Hohe Tauern vor gut zehn Jahren Schneeschuhe kauften, um Gäste auf den suppentellergroßen Untersätzen durchs Gelände zu führen, herrschte Skepsis. Warum nicht gleich mit Tourenskiern starten und sich talwärts mit der rasanten Tiefschneeabfahrt belohnen? Inzwischen jedoch haben auch viele Einheimische den Schneeschuh für sich entdeckt. Denn dieser sanfte Wintersport verbindet Einsamkeit, Romantik und Naturerlebnis wie kein zweiter. „Wir kommen an Plätze, die man sonst nicht erreichen kann“, sagt Andreas Angermann, der in Osttirols Outback längst mit Gams und Steinbock per Du ist und nie ohne Fernglas und Spektiv aufbricht. Geführte Streifzüge bieten er und seine elf Kollegen beinahe täglich an. Start ist jeweils um 9.30 Uhr, Ende um 13.30 Uhr. Dazwischen liegen maximal 250 entspannte Höhenmeter, nicht mehr als zwei Stunden reine Gehzeit – und unvergleichliche Aus- und Einblicke.

Ausgangspunkt von Andreas Angermanns Lieblingstour ist der Parkplatz vor dem Lucknerhaus in Kals, das auf 1920 Metern liegt. „Die meisten Neulinge laufen zu breitbeinig los“, beschreibt er den Kardinalfehler, der erfahrungsgemäß schnell ausgemerzt ist, weil sich diese Gangart als sehr kräftezehrend erweist. In Serpentinen führt der Ranger durch den Lärchenwald bis zur Baumgrenze, die steilen Felswände der Glocknergruppe im Visier. Hier ist mit 200 Steinböcken die größte Einzelpopulation der stolzen Bergziegen in ganz Osttirol zuhause. „Man sieht sie auch“, verspricht Andreas Angermann, stellt in aller Ruhe sein Spektiv mit 60-facher Vergrößerung auf und verteilt hochwertige Ferngläser. Alle Touren sind mit der Jägerschaft abgesprochen, die Ranger halten gebührenden Abstand, um das Wild nicht zu stören. Damit die Bilder fürs Fotoalbum zuhause dennoch beeindruckend werden, zeigt Andras Angermann, wie man mit der Digitalkamera durchs Spektiv fotografiert.

Eine Gams-Garantie kann der Ranger beim Winterwandern fürs Defereggental rund um St. Jakob abgeben. In dieser Gegend fallen die Temperaturen im Winter oft auf minus 20 Grad und niedriger. Trotzdem sieht man nicht selten Rudel mit 20 bis 40 Exemplaren. „Es ist windstill in dem Tal, die Kälte ist trocken, daher gut auszuhalten“, weiß Andreas Angermann und läuft halt einen Schritt schneller, wenn die Gäste dennoch frieren sollten. Bevor Gämsen ins Blickfeld geraten, macht er einen Ausflug in die Lawinenkunde, erklärt die Spuren von Marder, Fuchs und Co. und sorgt für Aha-Erlebnisse, wenn er seinem Bildungsauftrag als Nationalpark-Ranger nachkommt: Warum die Läufe der Schneehasen größer sind als die der Feldhasen? Weil er sich angepasst hat und ähnlich wie der Schneeschuhgänger mit größeren Untersätzen unterwegs ist. Die ärgste Gefahr für den Schneehasen ist übrigens der Adler. Insgesamt gibt’s 45 Pärchen im Nationalpark, jedes davon beansprucht mindestens 45 Quadratkilometer Revier. „Wir sind hier voll besetzt“, sagt der Ranger, für den nicht der König der Lüfte, sondern das Erspähen eines der seltenen Bartgeier längst das größere Erlebnis ist.

Besonderes Highlight für Romantiker sind die Mondscheintouren. Der dreistündige Ausflug ins Märchenland beginnt abends um 19 Uhr an der Talstation des Liftes im Lienzer Skigebiet Zettersfeld. Durch Fichten- und Lärchenwald folgt der Ranger den Tierspuren, zwischendurch ruft der Kautz, ein Fuchs bellt. Der Mond taucht die Szenerie in magisches Licht, schemenhaft erkennt man die Schobergruppe, zu der 53 Felsgiganten gehören, die über 3000 Meter hoch in den Himmel aufragen. Andreas Angermann erklärt, wie sich die Gäste am Sternenhimmel orientieren können, zeigt vom Großen Wagen bis zum Polarstern. Und nimmt anschließend Kurs auf die Naturfreunde-Hütte am Zettersfeld. Jagatee oder Glühwein zum Aufwärmen, dann geht’s zurück auf dem direkten Weg. Beim Anschnallen der Schneeschuhe ist der Ranger selbstverständlich behilflich: „Dass da bloß nix schief geht“, sagt er. Übrigens: Wenn kein Vollmond ist, genießen Urlauber die abendliche Schneeschuh-Romantik mit Laternen in der Hand.

Hinweise: Die geführten Touren mit maximal zwölf Teilnehmern kosten 10 Euro pro Person inklusive Leih-Schneeschuhen, die vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Hilfreich sind Wanderstöcke (bitte selbst mitbringen). Die Routen variieren je nach Wetterlage. Geführte Schneeschuhwanderungen werden von Mitte Dezember bis Mitte März angeboten, darüber hinaus gibt es Mondschein- und Laternenwanderungen. Weitere Touren auf Anfrage: Nationalpark Hohe Tauern Tirol, Kirchplatz 2, 9971 Matrei i. O., Tel. +43 (0) 4875 5161-10

Die familiär geführten Nationalpark-Partnerbetrieben haben es sich zur Aufgabe gemacht, das schützenswerte Terrain des Nationalparks Hohe Tauern für Gäste in besonderer Weise erlebbar zu machen. Sie geben Insider-Informieren und helfen bei der Planung von Schneetouren und Nature-Watch-Wanderungen mit Nationalpark-Rangern. Insgesamt zehn Nationalpark-Partnerwirte eröffnen sogar neue Geschmacksdimensionen mit frischen und regionalen Spezialitäten.

Über Osttirol: Zum Skifahren Ski Matrei und Ski Lienz im Winter. Osttirol mit der Bezirkshauptstadt Lienz und 32 Gemeinden gliedert sich in vier Regionen: Die Nationalpark-Region Hohe Tauern und das Defereggental im Norden, die Lienzer Dolomiten im Südosten und das Hochpustertal im Südwesten. Staufreie und winterfeste Anfahrt über die Felbertauernstraße; Ski & Fly mit dem Airportshuttle vom Flughafen Klagenfurt bzw. Innsbruck nach Osttirol.

Veröffentlicht unter Tirol | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wandern auf dem Radstädter Krippenweg

Wer glaubt, echte Weihnachtsstimmung abseits von Shoppingmarathons und Opening-Events gibt es nicht mehr, der irrt. In Radstadt im Salzburger Land macht sich im Advent weihnachtliche Romantik breit. Gäste des historischen Städtchens finden sich in einer winterlichen Bergkulisse wieder. Das mittelalterliche Flair der Stadt und die traditionellen Adventveranstaltungen entführen Groß und Klein in die Idylle der Bergweihnacht. Erstmals in diesem Winter wird ein stimmungsvoller Krippenpfad (27.11.11–06.01.12) entlang der historischen Stadtmauer – innerhalb und außerhalb – gestaltet. Auf dem winterlichen Rundweg stapfen Interessierte vorbei an zwölf beleuchteten Krippen durch die Winterlandschaft. Krippenbauer aus Radstadt und Umgebung zeigen in diversen Schaufenstern und Schaukästen ihre besten Werke. Die ausgestellten Krippen sind wahre Kunstwerke, jede für sich stellt auf eine spezielle Art und Weise die Weihnachtsgeschichte dar. Besonders weihnachtlich präsentiert sich der neue Krippenweg am Abend. Der Eintritt ist frei und die Spaziergänger tauchen auf ihrer 45-minütigen Wanderung in adventliches Flair ein. Der Start für den Krippenweg liegt bei der Sparkasse, das Ende beim Tourismusbüro auf dem Stadtplatz, wo an den Adventwochenenden der Weihnachtsmarkt den passenden Ausklang für die vorweihnachtliche Wanderung bietet: Heimisches Handwerk und typische Adventprodukte werden angeboten, duftende Kekse, Glühwein und Punsch verbreiten himmlische Gerüche. Für Weihnachtsstimmung sorgen Weisenbläser, Chöre und Pferdekutschenfahrten. Ein Informationsflyer für den Krippenweg ist im Tourismusbüro erhältlich.

Advent 2011 Radstadt
o         26.11.–18.12.11 (jeden Fr.–So.): Advent im Turm
o         03.12.11: Krampuslauf auf dem Stadtplatz
o         03., 04., 10., 11., 17. + 18.12.11 (jeweils 16–19 Uhr): Weihnachtsmarkt auf dem Stadtplatz
o         10., 17. + 26.12.11 (jeweils ab 17 Uhr): Radstädter Weihnachtswanderungen
o         24.12.11: Turmblasen, Katholische und Evangelische Christmette

Advent-Ski-Pauschale: 4 Ü inkl. Frühstück, Kaffeejause und Abendessen mit Getränk, 3-Tages-Skipass und Weihnachtswanderung – Preis: ab 275 Euro p. P.

Veröffentlicht unter Salzburg | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Wandern im Winter: Mit Schneeschuhen rund um Bozen

Neue Wandertouren in den Bergen mit Schneeschuhen an den Füßen
Die Emotionen sind garantiert: die Berge zu entdecken, sobald im Winter alles mit Schnee bedeckt ist, ist eine einzigartige Erfahrung.
Das wissen die begeisterten Wanderer, die keine Gelegenheit verpassen, mit den Schneeschuhen an den Füßen, in der Natur zwischen einzigartigen und eindrucksvollen Panoramen zu wandern. Es werden Wälder durchquert und im Schweigen umhüllte Hänge bewundert.  Von der Südtiroler Landeshauptstadt startend kann man somit eine gültige Alternative zum Skifahren finden und die Südtiroler Berge um 360° entdecken.

Das Verkehrsamt der Stadt Bozen bietet in Zusammenarbeit mit ArcAlpin einen reichhaltigen Tourenkalender an in Begleitung von Experten Bergführern.  Im Kalender stehen Wanderungen für jeden: von den Experten bis zu den Trainierten, aber auch für diejenigen die noch nie die Emotionen eines Spaziergangs mit den Schneeschuhen erleben konnten.
Die ersten drei Termine im Programm sind noch im Dezember geplant: am Samstag, den 3. Dezember geht man auf Entdeckungsreise in die Schlucht des Bletterbachs in Aldein, wo man ein wahrhaft eindrucksvolles Panorama genießen kann, das während der Jahrtausende durch die Erosionskräfte des Wassers entstanden ist (Start um 08.30 Uhr, Höhenunterschied 200 Meter).
Am Samstag, den 10. Dezember trifft es die Erdpyramiden am Ritten: eine der Hochplateaus rund um Bozen mit einer einzigartigen Sicht auf die Dolomiten. Hier können diese interessanten, bis zu 30 Meter hohen, aus Tonerde bestehenden geologischen Formationen, die auf dem Gipfel einen „Hut“ aus Stein tragen, betrachtet werden. (Start 08.30 Uhr, Höhenunterschied 500 Meter).
Samstag, den 17. Dezember geht es in die Gruppe des Lagorais: eine Bergkette im östlichen Trentino, wo früher die Österreich – ungarische Grenze während des Ersten Weltkriegs war (Start: 08.30 Uhr, Höhenunterschied 200 Meter).

Der Transfer wird mit einem Bus von Bozen aus organisiert und wer möchte kann Schneeschuhe vormerken. Wer eine Ausrüstung benötigt, kann sich an das große Sportgeschäft „Sportler“ wenden, das zwei Sitze unter den Lauben in Bozen hat.

Für weitere Informationen und Vormerkungen für die Schneeschuhwanderungen bitten wir Sie sich an das Informationsbüro des Verkehrsamtes der Stadt Bozen zu wenden. Tel.: +39 0471 307000

Veröffentlicht unter Südtirol | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen